Wie sah Hagen Knuth aus?

Wir zeigen ein Selbstporträt von Hagen Knuth, das Jahr ist unbekannt:

Die Zeichnung von Hagen Knuth mit dem Titel "Major" zeigt Hagen Knuth im Selbsporträt. Er hat einen ernsten Blick und schaut in Richtung der Betrachterin*des Betrachters. Er hat kinnlanges Haar und trägt einen Seitenscheitel halblinks. Er hat deutliche Augenringe. Vor seinen Mund hält er sich eine Schuhbürste. Unter einer Jacke trägt er ein kariertes Hemd mit gesteiftem und umgeklappten Kragen.

Hagen Knuth, „Major“, Selbstporträt, 48 cm × 62,5 cm, ohne Jahr. © Archiv Paul E.

Herzliche Dank an Paul, der die Zeichnung aus seinem Privatarchiv zur Verfügung gestellt hat.

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RBB: „Es war etwas Schreckliches geschehen”

Rechstextrem motivierte Morde sind in den vergangenen 20 Jahren nicht nur vom NSU-Trio verübt worden. Auch in Berlin und Brandenburg gibt es Dutzende von Todesfällen, die auf das Konto von Neonazis gehen. Wie viele genau, darüber wird politisch gestritten. Dabei wird oft vergessen, dass jeder dieser Fälle mit bewegenden Einzelschicksalen verbunden ist. Von Torsten Mandalka, 5. Februar 2014

Der Spielplatz an der Pestalozzistraße, Ecke Fritschestraße in Berlin-Charlottenburg heißt inwischen Günter-Schwannecke-Spielplatz. Vor gut 21 Jahren war das ein Tatort. Heute steht Karl August Holländer hier mit eigentümlichen Gefühlen vor dem Gedenkstein für seinen ermordeten Freund, den Kunstmaler Günter Schwannecke – ihn fröstelt. Nicht nur, weil es kalt ist, sondern auch, weil er sich an jenen Abend im Spätsommer 1992 erinnert, als sein Freund ums Leben kam.
…. weiterlesen auf rbb-online.de!

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Bolzplatz-Flurfunk

Am 28. Januar 2014 wandte sich eine Anwohnerin an die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative. Das abhanden gekommene Schild sei nicht geklaut worden. Stattdessen hätten Kinder so lange mit einem Fußball darauf geschossen, bis es abgefallen sei. Die berichte der „Bolzplatz-Flurfunk”, so die Anwohnerin. Die Kinder sollen ein schlechtes Gewissen gehabt haben.
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Fotos von Schild und Gedenktafel

Das Bezirksamt hat kurz vor Jahresende ein neues Straßenschild auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz sowie eine orthografisch korrekte Gedenktafel anmontiert. Die Gedenktafel enthielt zuvor ein H zu viel, das Straßenschild war verschwunden.

Günter-Schwannecke-Denkmal auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz. Zu sehen sind ein rötlicher Gedenkfindling mit Gedenktafel und ein Straßenschild mit der aufschrift „Günter-Schwannecke-Spielplatz”.

Günter-Schwannecke-Denkmal mit Straßenschild.

Gedenktafel für Günter Schwannecke. Schwarz auf Blech eingraviert: „Auf diesem Platz wurde der Berliner Kunstmaer Günter Schwannecke am 29.08.1992 Opfer eines tödlichen Angriffs durch Neonazis. Er starb, weil er Zivilcourage bewiesen hat. Er steht in einer Reihe ungezählterOpfer von neonazistischem Terror. Wir werden sie niemals vergessen.” Im Hintergrund an den Rändern ist der rötliche Gedenkstein zu sehen.

Gedenktafel für Günter Schwannecke auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz in Charlottenburg

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Foto mit Günter Schwannecke 1958

Wir zeigen ein Foto von Günter Schwannecke aus dem Jahr 1958 im Urlaub auf der italienischen Insel Ischia.

Auf dem Schwarzweiß-Foto ist Günter Schwannecke im Urlaub auf Ischia im Jahr 1958 zu sehen. Er ist damals etwa 25 Jahre alt. Er steht lässig auf einem Balkon zwischen zwei Topfpflanzen. Er trät eine dunkle Stoffhose, die bsi weit über die Hüften sitzt und ein weißes, offenes Hemd, das in die Hose gestekct ist. Mit der linken Hand stützt er sich auf ein Geländer auf, in der rechten Hand hält er eine Zigarette. Er hat einen Kurzhaarschnitt. Im Hintergrund ist eine Landschaft zu sehen.

Günter Schwannecke auf Ischia im Jahr 1958
Archiv Walter Vitt, Köln


Das Foto hat uns Walter Vitt aus seinem Privatarchiv zur Verfügung gestellt. Die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative dankt ihm recht herzlich dafür!

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Neues Straßenschild am Spielplatz angebracht

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat im Dezember 2013 ein Ortsschild auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz in Charlottenburg angebracht.

Mit weißer Farbe steht

Günter-Schwannecke-Spielplatz

auf grünem Grund. Das Schild ist an einem im Boden eingelassenen Pfahl angebracht und damit sicherer. Außerdem handelt es sich um das erste offizielle Schild durch die Bezirksverwaltung. Damit ist auch eine weitere Forderung der Günter-Schwannecke-Gedenkinitative erfüllt worden.

Bislang hatte am Spielplatz ein Schild gehangen, dass die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative eigenhändig anmontiert hatte. Dieses Schild war im November vom Spielplatz entwendet worden. Jetzt ist ein neues da. Die Günter-Schwannecke-Gedenkinitative dankt dem Bezirksamt für die Zusammenarbeit.

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„Das Martyrium des Schwannecke”

Der Maler und Grafiker Gerd Winner hat die Zeichnung „Das Martyrium des Schwannecke” angefertigt, das wir hier zeigen möchten. Die Zeichnung ist mit Ölstift auf Karton aufgetragen, 30,5 × 25,0 cm groß und aus dem Jahr 2013. Winner wuchs in Braunschweig auf, studierte Malerei in Berlin und hatte in München eine Professur für Malerei und Grafik inne. Er hat uns diese Hommage an Günter Schwannecke über den Kunstkritiker Walter Vitt zukommen lassen. Vielen Dank an Gerd Winner!

Gerd Winner, Das Martyrium des Schwannecke, Ölstift auf Karton, 2013

Abb. 10: Gerd Winner, Das Martyrium des Schwannecke, Ölstift auf Karton, 30,5 x 25 cm, signiert, 2013. © 2013 Gerd Winner, Foto: Christian Vitt

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Straßenschild auf Günter-Schwannecke-Spielplatz in Charlottenburg entwendet

Die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative hat am Samstag, den 16. November 2013 festgestellt, dass das Namensschild „Günter-Schwannecke-Spielplatz“ entwendet wurde. Eine politische Motivation kommt infrage.
Das Schild wurde restlos entfernt. Es ist nicht bekannt, wer das Schild abgenommen hat.
Die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative forderte:

„Das Schild muss wieder her.“

Das Straßenschild wurde am Günter-Schwannecke-Spielplatz (Pestalozzistraße, Ecke Fritschestraße) von der Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative am 29. August 2012 anlässlich des 20. Todestages Günter Schwanneckes am Spielplatz angebracht. Am 29. August 2013 wurde der Spielplatz gemeinsam mit Bezirkstadtrat Marc Schulte (SPD) getauft und ein Denkmal eingeweiht. Das Denkmal, ein Findling mit Gedenktafel, wurde nicht beschädigt. Der Kunstmaler Schwannecke war 1992 auf diesem Spielplatz von Neonazis aus dem Umfeld des Ku-Klux-Klan mit einem Baseballschläger ermordet worden. Weiterlesen

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Spielplatz-Schild geklaut!

Das Schild „Günter-Schwannecke-Spielplatz“, mit dem wir den Spielplatz anlässlich des 20. Todestages nach ihm benannt haben, ist abgeschraubt und restlos entfernt worden. Von Unbekannten.

Sagt mal, geht’s noch?

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Walter Vitt: „Mich interessierte der Künstler, der Mensch kam Zug um Zug dazu”

Der Kunstkritiker Walter Vitt hat uns vor einiger Zeit Informationen zu Günter Schwannecke zugeschickt. Wir haben daraufhin mit ihm ein schriftliches Interview zur Biografie Günter Schwanneckes geführt. Walter Vitt hat ausführlich geantwortet und das Interview mit Fotografien von Schwanneckes Gemälden unterstützt. Wir zeigen sie in diesem Blogpost! Unser Dank gilt erneut Walter Vitt für seine Mithilfe. Außerdem zeigen wir die Ölstiftzeichung „Das Martyrium des Schwannecke”, die der Maler Gerd Winner ihm für uns mitgegeben hat.

Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative: Guten Tag, Herr Walter Vitt! Günter Schwannecke und Sie lernten sich in den 1950er Jahren in Braunschweig kennen. Wie alt wart Ihr damals? Was habt Ihr zusammen gemacht und erlebt?

Walter Vitt: Es war im letzten Drittel der 1950er Jahre. Es muss 1958 gewesen sein, als ich Schwannecke das erste Mal in Braunschweig begegnete. Ich hatte in dieser Stadt am Wilhelm-Gymnasium Abitur gemacht und studierte jetzt in Münster. Schon während meiner Gymnasialzeit hatte ich begonnen, mich für moderne Kunst zu interessieren, die erste „documenta“ in Kassel (1955) hatte mir wie vielen von uns auch jene Künstler nahegebracht, die unter den Nazis als „entartet“ galten und über die selbst unsere Eltern uns nicht viel berichten konnten: auch sie brauchten jetzt Nachhilfeunterricht im Begreifen der Moderne, die während der 12 Jahre Hitler-Diktatur unterdrückt worden war.
Ich hatte während meiner letzten drei Schuljahre die Schulzeitschrift meiner Schule redigiert, schrieb darin auch über Kunst und über meine Atelierbesuche bei Künstlern. Die „Braunschweiger Nachrichten“ wurden auf mich aufmerksam, druckten schon seit 1955 Kunst- und Theaterkritiken von mir. Ich besuchte Künstlertreffs, vor allem die italienischen und griechischen Lokale, die sich nach dem Krieg in der Stadt etabliert hatten und in denen die Kunst-Studenten gerne verkehrten. 1958 war Schwannecke 24 Jahre alt, ich wurde im Herbst 22 Jahre, war gerade in Münster zum Chefredakteur der Studentenzeitung „Semesterspiegel“ bestimmt worden, lebte aber auch noch viel in meiner Braunschweiger Heimat bei meiner Familie, zumal da in Braunschweig auch meine Freundin als Apotheken-Praktikantin tätig war.

Günter Schwannecke, Portrait Luiza Aschenbrenner, Kohlestift auf Bütten, 1960)

Abb. 1: Günter Schwannecke, Portrait Luiza Aschenbrenner (später verheiratete Luiza Vitt), Kohlestift auf Bütten, 40 x 30 cm, signiert, datiert auf den 25.4.1960). © 2013 Nachlass Schwannecke, Foto: Christian Vitt

Was wir zusammen gemacht haben? Kunst, Kunst, Kunst – wir haben über Kunst gesprochen, über seine Kunst vor allem. Ich staunte, dass er sich in seinen Bildern und Radierungen mehr und mehr dem absolut Abstrakten zuwandte, aber gleichzeitig ein hervorragender realistischer Zeichner war und Beides nebeneinander gelten ließ. Seine Briefe später an mich „würzte“ er stets mit seiner Zeichenkunst. 1958 waren die Treffen noch eher zufällig, 1959 finde ich in meinem Taschenkalender im März einen festen Termin mit ihm vorgemerkt, 1960 sind es vier Terminfestlegungen, davon eine für eine Begegnung in Münster, bei einer anderen dieses Jahres (25.4.1960) war ich dabei, als er meine spätere Frau zeichnete. (Abb. 1)
Im Jahre 1961 finden sich zwei Termin-Hinweise mit Stichwort „Schwannecke“ im Kalender. Dabei dürften vor allem Arbeitsaufträge, die ich für ihn hatte, besprochen worden sein. Ich konnte ihn mit Weiterlesen

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