Aufruf-Archiv

2016: Anerkennung für Günter Schwannecke! Niemand ist vergessen!

Wir rufen auf: anlässlich des 24. Todestages an der Gedenk-Kundgebung für Günter Schwannecke, Berliner Kunstmaler und ein Opfer rechter Gewalt, teilzunehmen. Das Gedenken findet am 29. August 2016, ab 18.00 Uhr, auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz (Pestalozzistraße, Ecke Fritschestraße), in Berlin-Charlottenburg statt. Wir bitten darum Blumen mitzubringen.
Wir fordern, dass die Bundesregierung und der Berliner Senat Günter Schwannecke dauerhaft als Todesopfer rechter Gewalt anerkennen. Wir werden den Fall weiterhin recherchieren, aufarbeiten und politisch aufklären und öffentlich darüber informieren.
Wir laden ein, bereits um 17.15 Uhr auf dem Spielplatz über die Zukunft des Günter-Schwannecke-Gedenkens zu diskutieren und Ideen für unsere weitere Arbeit zu entwickeln. Alle Interessierten und Engagierten sind dazu herzlich eingeladen.
Günter Schwannecke war ein bekannter und für gesellschaftliche Veränderung engagierter Kunstmaler. Er saß mit dem Künstler Hagen Knuth am Abend des 29. Augusts an dem Spielplatz. Die Neonazis Norman Z. und Hendrik J. kamen hinzu, um Menschen mit Migrationsgeschichte rassistisch zu beleidigen und zu vertreiben. Günter Schwannecke und Hagen Knuth bewiesen Zivilcourage und mischten sich ein. Z. schlug mit einem Baseballschläger auf beide ein. Knuth überlebte, doch Günter Schwannecke starb am 5. September 1992 an den schweren Verletzungen. Er musste sterben, weil er Zivilcourage gezeigt hatte. Umso erschreckender ist, dass Günter Schwannecke ein weitgehend unbeachtetes Opfer rechter Gewalt geblieben ist.Günter Schwannecke ist eines der mindestens 184 Opfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990.
Zeit: Montag, 29. August 2016, Beginn um 18:00 Uhr
Ort: Pestalozzistaße, Ecke Fritschestraße in Chalottenburg (Günter-Schwannecke-Spielplatz)
Anreise: S Charlottenburg (S5, S7, S75, BUS 309), BUS Kaiser-Friedrich-Straße/Kantstraße (BUS 109, M49, X34), U Wilmersdofer Straße (U7)

2015: Blumen für Günter Schwannecke

Auch am 23. Jahrestag des gewaltsamen Todes von Günter Schwannecke, der am 29. August 1992 von nazistischen Schlägern ermordet worden war, wollen wir uns an ihn erinnern. Gerade zu einer Zeit, in der rechte Gewalt und Rassismus in Deutschland stark zunehmen, sind solche Gesten bedeutsam.
In diesem Jahr werden wir kein zentral organisiertes Gedenken auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz an der Ecke Pestalozzistraße/Fritschestraße in Charlottenburg, wo er erschlagen wurde, veranstalten. Sondern wir rufen dazu auf, an dem Gedenkstein an der Ecke Pestalozzistraße/Fritschestraße in Charlottenburg, den wir vor zwei Jahren aufgestellt haben, Blumen niederzulegen.
Günter Schwannecke soll nicht vergessen werden.

Niemand ist vergessen! Anerkennung für Günter Schwannecke!

Wir rufen auf: anlässlich des 22. Todestages an der Gedenk-Kundgebung für Günter Schwannecke, Berliner Kunstmaler und ein Opfer rechter Gewalt, teilzunehmen. Das Gedenken findet am 29. August 2014, ab 18.00 Uhr, auf dem Günter-Schwannecke- Spielplatz (Pestalozzistraße, Ecke Fritschestraße), in Berlin-Charlottenburg statt. Wir bitten darum Blumen mitzubringen.

Wir fordern, dass die Bundesregierung und der Berliner Senat Günter Schwannecke dauerhaft als Todesopfer rechter Gewalt anerkennen. Wir werden den Fall weiterhin recherchieren, aufarbeiten und politisch einordnen und öffentlich darüber informieren.

Günter Schwannecke war ein bekannter und für gesellschaftliche Veränderung engagierter Kunstmaler. Er saß mit dem Künstler Hagen Knuth am Abend des 29. Augusts an dem Spielplatz. Die Neonazis Norman Z. und Hendrik J. kamen hinzu, um Menschen mit Migrationsgeschichte rassistisch zu beleidigen und zu vertreiben. Günter Schwannecke und Hagen Knuth bewiesen Zivilcourage und mischten sich ein. Z. schlug mit einem Baseballschläger auf beide ein. Knuth überlebte, doch Günter Schwannecke starb am 5. September 1992 an den schweren Verletzungen. Er musste sterben, weil er Zivilcourage gezeigt hatte. Umso erschreckender ist, dass Günter Schwannecke ein weitgehend unbeachtetes Opfer rechter Gewalt geblieben ist.
Die menschenverachtende, rassistische Gesinnung des Täters Z. ist die Ursache der Tat. Er wurde 1993 zu nur 6 Jahren Haft wegen „Körperverletzung mit Todesfolge“ verurteilt. In seinem neonazistischen Umfeld waren Hass und Gewalt gegen Ausgegrenzte und Andersdenkende fest verankert. Z. war im Ku-Klux-Klan aktiv. Freunde von ihm waren Neonazikader und wurden als Gewalttäter und im Zusammenhang mit dem NSU bekannt.

Günter Schwannecke ist eines der mindestens 184 Opfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990. Nur fünf Tage vor dem Überfall auf ihn hatte in Rostock-Lichtenhagen ein mehrtägiges Pogrom gegen Flüchtlinge und Vertragsarbeiter_innen stattgefunden. In Deutschland herrschte eine nationalistische, rassistische Stimmung. Nur in diesem Zusammenhang kann die Tat verstanden werden.

Wir kämpfen entschieden gegen Sozialchauvinismus, Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus und Neonazismus!

In Erinnerung an Günter Schwannecke! Kein Vergeben! Kein Vergessen!

2013: Niemand ist vergessen! Gedenksteinsetzung für Günter Schwannecke

Wir rufen auf, anlässlich des 21. Todestages an der antifaschistischen Gedenksteinsetzung für Günter Schwannecke, ein Todesopfer rechter Gewalt, teilzunehmen. Das Gedenken findet am 29. August 2013, ab 17.30 Uhr, auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz (Pestalozzistraße, Ecke Fritschestraße), in Berlin-Charlottenburg statt. Zur Einweihung sprechen Bezirksstadtrat Marc Schulte sowie ein_e Vertreter_in der Gedenkinitiative.

Günter Schwannecke war ein bekannter und für gesellschaftliche Veränderung engagierter Kunstmaler. Im Jahr 1992 war er zeitweise ohne festen Wohnsitz und saß mit dem Künstler Hagen Knuth am Abend des 29. Augusts an dem Spielplatz. Die Skinheads und Neonazis Norman Z. und Hendrik J. kamen hinzu, um Menschen mit Migrationsgeschichte rassistisch zu beleidigen und von dort zu vertreiben. Günter Schwannecke und Hagen Knuth, selbst gesellschaftlich Ausgegrenzte, bewiesen Zivilcourage und mischten sich ein. Nach der erfolgreichen Flucht der ursprünglichen Opfer schlug Z. mit einem Baseballschläger auf die beiden ein. Hagen Knuth überlebte, doch Günter Schwannecke starb am 5. September 1992 an den Folgen von Schädelbruch und Hirnblutungen. Er musste sterben, weil er Zivilcourage gezeigt hatte. Umso erschreckender ist, dass Günter Schwannecke ein weitgehend unbeachtetes Opfer rechter Gewalt geblieben ist.

Die menschenverachtende, rassistische Gesinnung des Täters Z. ist die Ursache der Tat. Er wurde 1993 zu nur 6 Jahren Haftstrafe wegen „Körperverletzung mit Todesfolge“ verurteilt. In seinem neonazistischen Umfeld waren Hass und Gewalt gegen Wohnungslose, Menschen mit Migrationsgeschichte und Andersdenkende fest verankert. Z. war u.a. im Berliner Ku-Klux-Klan aktiv. Freunde von ihm waren Neonazikader und wurden als Gewalttäter und im Zusammenhang mit dem NSU bekannt.

Günter Schwannecke ist eines der mindestens 183 Opfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990. Nur fünf Tage vor dem Überfall auf ihn hatte in Rostock-Lichtenhagen ein mehrtägiges Pogrom gegen Flüchtlinge und Vertragsarbeiter_innen stattgefunden. In Deutschland herrschte eine nationalistische, rassistische Stimmung. Nur in diesem Zusammenhang kann die Tat Z.s und J.s verstanden werden.

Wir treten dafür ein, dass die Bundesregierung und der Berliner Senat Günter Schwannecke dauerhaft als Todesopfer rechter Gewalt anerkennen. Wir werden den Fall weiterhin recherchieren, aufarbeiten und politisch einordnen und öffentlich darüber informieren. Wir kämpfen entschieden gegen Sozialchauvinismus, Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus und Neonazismus!

In Erinnerung an Günter Schwannecke! Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Zeit: Donnerstag, 29. August 2013, Beginn um 17:30 Uhr
Ort: Pestalozzistaße, Ecke Fritschestraße in Chalottenburg (Günter-Schwannecke-Spielplatz)


2012: Niemand ist vergessen! Günter Schwannecke als Nazi-Opfer anerkennen!

Günter Schwannecke wurde 1992 in Berlin-Charlottenburg von einem Neonazi erschlagen. Wir gedenken seiner.
Die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative wird anlässlich des 20. Jahrestags des rassistisch motivierten Angriffs, dem 29. August 2012, eine Kundgebung veranstalten und am Ort des Geschehens, dem Spiel- und Sportplatz an der Pestalozzistraße/Fritschestraße, eine provisorische Informationstafel anbringen.
Weitere Vorhaben der Gedenkinitiative sind: diesen Platz nach Günter Schwannecke zu benennen; zu Günter Schwannecke und den genauen Umständen seines Todes zu recherchieren; den Fall aufzuarbeiten und politisch einzuordnen; öffentlich zu informieren und für die dauerhafte staatliche Anerkennung Günter Schwanneckes als Todesopfer rechter Gewalt zu kämpfen.
Günter Schwannecke war ein bekannter und für gesellschaftliche Veränderung engagierter Kunstmaler. Im Jahr 1992 war er zeitweise ohne festen Wohnsitz und saß mit dem Künstler Hagen Knuth am Abend des 29. Augusts an dem Spielplatz. Die Skinheads und Neonazis Norman Z. und Hendrik J. kamen hinzu, um Menschen mit Migrationsgeschichte rassistisch zu beleidigen und von dort zu vertreiben. Günter Schwannecke und Hagen Knuth, selbst gesellschaftlich Ausgegrenzte, bewiesen Zivilcourage und mischten sich ein. Nach der erfolgreichen Flucht der ursprünglichen Opfer schlug Z. mit einem Baseballschläger auf die beiden ein. Hagen Knuth überlebte, doch Günter Schwannecke starb am 5. September 1992 an den Folgen von Schädelbruch und Hirnblutungen. Er musste sterben, weil er Zivilcourage gezeigt hatte. Umso erschreckender ist, dass Günter Schwannecke ein weitgehend unbeachtetes Opfer rechter Gewalt geblieben ist.
Die menschenverachtende, rassistische Gesinnung des Täters Z. ist die Ursache der Tat. Er wurde 1993 zu nur 6 Jahren Haftstrafe wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. In seinem neonazistischen Umfeld waren Hass und Gewalt gegen Wohnungslose, Menschen mit Migrationsgeschichte und Andersdenkende fest verankert. Z. war u.a. in einer Berliner Sektion des Ku-Klux-Klan aktiv. Mehrere seiner Freunde waren Neonazikader und wurden als skrupellose Gewalttäter bekannt.
Günter Schwannecke ist eines der mindestens 182 Opfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990. Nur fünf Tage vor dem Überfall auf ihn hatte in Rostock-Lichtenhagen ein mehrtägiges Pogrom gegen Flüchtlinge und Vertragsarbeiter_innen stattgefunden. In Deutschland herrschte eine nationalistische, rassistische Stimmung vor. Nur in diesem Zusammenhang kann die Tat Z.s und J.s verstanden werden.
Wir treten dafür ein, dass die Bundesregierung und der Berliner Senat Günter Schwannecke dauerhaft als Todesopfer rechter Gewalt anerkennen. Wir kämpfen entschieden gegen Sozialchauvinismus, Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus und Neonazismus! In Erinnerung an Günter Schwannecke! Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Wir unterstützen die Gedenkinitiative

  1. AK Marginalisierte gestern & heute
  2. Anarchosyndikalistische Jugend Berlin (ASJ)
  3. Antifaschistische Linke Jugend (ALJ)
  4. Antirassistische Initiative Berlin (ARI)
  5. Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (Berliner VVN-BdA) und Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Verband der Antifaschistinnen und Antifaschisten Westberlin (VVN-VdA Westberlin)
  6. Die Linke Charlottenburg-Wilmersdorf
  7. GLADT
  8. Informationsdienst Blick nach rechts (bnr.de)
  9. Initiative „Kein Vergessen“ Koblenz (Initiative im Gedenken an Frank Bönisch)
  10. Jusos Berlin und Jusos Charlottenburg-Wilmersdorf
  11. Kiezbündnis Klausenerplatz
  12. Kinder- und Jugendzentrum Schloss19
  13. Niemand ist vergessen! (Initiative im Gedenken an Dieter Eich)
  14. North East Antifascists (NEA)
  15. Ökumenisches Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-Arbeit (Wilma 163)
  16. Piratenfraktion Charlottenburg-Wilmersdorf
  17. Red & Anarchist Skinheads Berlin-Brandenburg (RASH)
  18. Siempre Antifascista
  19. SJD – Die Falken Berlin
  20. SPD Charlottenburg-Wilmersdorf und SPD Lietzensee
  21. ver.di Jugend Berlin

Einzelpersonen

  1. Agnethe Ellingsen
  2. Carolina Böhm, Vorstand SPD Charlottenburg-Wilmersdorf und MdBVV Charlottenburg-Wilmersdorf (SPD-Fraktion)
  3. Dieter Puhl, Leiter der Evangelischen Bahnhofsmission Zoo
  4. Dr. Felicitas Tesch, Vorstand SPD Charlottenburg-Wilmersdorf
  5. Jonas Feldmann
  6. Kevin Kühnert, Landesvorsitzender Jusos Berlin
  7. Marlene Cieschinger, MdBVV Charlottenburg-Wilmersdorf (fraktionslos, Die Linke) / Sprecherin BAG Die Linke.queer
  8. Merle von Wittich, MdBVV Charlottenburg-Wilmersdorf (Piraten-Fraktion)
  9. Mia Göhring
  10. Rainer Eurskens, Vorstand SPD Lietzensee
  11. Wolfgang Tillinger, MdBVV Charlottenburg-Wilmersdorf (SPD-Fraktion)

 

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