Aufruf

Niemand ist vergessen!

Wir rufen auf, an der Gedenk-Kundgebung für Günter Schwannecke, Berliner Kunstmaler und ein Todesopfer rechter Gewalt, anlässlich seines 26. Todestages teilzunehmen.

Das Gedenken findet am 29. August 2018, ab 18.00 Uhr, auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz (Pestalozzistraße, Ecke Fritschestraße), in Berlin-Charlottenburg statt. Wir bitten darum, Blumen mitzubringen.

Wir erinnern an Günter Schwannecke und die Umstände seines gewaltsames Todes. Wir werden den Fall weiterhin recherchieren, aufarbeiten und politisch aufklären und öffentlich darüber informieren.

Wir freuen uns über die staatliche Anerkennung Günter Schwanneckes als Todesopfer rechter Gewalt. Wir wollen, dass alle Todesopfer rechter Gewalt diese Anerkennung erfahren.

Wir fordern, angesichts zunehmender Obdachlosigkeit, ein Ende von Verdrängung und Wohnungsnot in Berlin sowie Schutz für Menschen ohne Wohnung.

Wir fordern, dass das Umfeld der Neonazi-Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ in Berlin endlich parlamentarisch aufgeklärt wird.

Günter Schwannecke war ein bekannter und für gesellschaftliche Veränderung engagierter Kunstmaler. Er saß mit dem Künstler Hagen Knuth am Abend des 29. Augusts an dem Spielplatz. Die Neonazis Norman Z. und Hendrik J. kamen hinzu, um Menschen mit Migrationsgeschichte rassistisch zu beleidigen und zu vertreiben. Günter Schwannecke und Hagen Knuth bewiesen Zivilcourage und mischten sich ein. Z. schlug mit einem Baseballschläger auf beide ein. Knuth überlebte, doch Günter Schwannecke starb am 5. September 1992 an den schweren Verletzungen. Er musste sterben, weil er Zivilcourage gezeigt hatte. Günter Schwannecke ist eines der mindestens 200 Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990 und erfuhr erst 2018 staatliche Anerkennung. Z. war Anfang der 1990er in der Berliner Skinheadszene. Ein enger Bekannter wurde später als V-Mann im Umfeld der Neonazi-Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ eingesetzt.

Wir unterstützen die Gedenkinitiative

  1. AK Marginalisierte gestern & heute
  2. Anarchosyndikalistische Jugend Berlin (ASJ)
  3. Antifa Westberlin
  4. Antifaschistische Linke Jugend (ALJ)
  5. Antifa+
  6. Antirassistische Initiative Berlin (ARI)
  7. Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (Berliner VVN-BdA) und Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Verband der Antifaschistinnen und Antifaschisten Westberlin (VVN-VdA Westberlin)
  8. Die Linke Charlottenburg-Wilmersdorf
  9. GLADT
  10. Informationsdienst Blick nach rechts (bnr.de)
  11. Initiative „Kein Vergessen“ Koblenz (Initiative im Gedenken an Frank Bönisch)
  12. Jusos Berlin und Jusos Charlottenburg-Wilmersdorf
  13. Kiezbündnis Klausenerplatz
  14. Kinder- und Jugendzentrum Schloss19
  15. Niemand ist vergessen! (Initiative im Gedenken an Dieter Eich)
  16. North East Antifascists (NEA)
  17. Ökumenisches Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-Arbeit (Wilma 163)
  18. Piratenpartei Charlottenburg-Wilmersdorf
  19. Red & Anarchist Skinheads Berlin-Brandenburg (RASH)
  20. Siempre Antifascista
  21. SJD – Die Falken Berlin
  22. SPD Charlottenburg-Wilmersdorf und SPD Lietzensee
  23. ver.di Jugend Berlin

Einzelpersonen

  1. Agnethe Ellingsen
  2. Carolina Böhm, Vorstand SPD Charlottenburg-Wilmersdorf und MdBVV Charlottenburg-Wilmersdorf (SPD-Fraktion)
  3. Dieter Puhl, Leiter der Evangelischen Bahnhofsmission Zoo
  4. Dr. Felicitas Tesch, Vorstand SPD Charlottenburg-Wilmersdorf
  5. Jonas Feldmann
  6. Kevin Kühnert, stv. Bundesvorsitzender Jusos
  7. Marlene Cieschinger
  8. Merle von Wittich
  9. Mia Göhring, Theaterdramaturgin
  10. Rainer Eurskens, Vorstand SPD Lietzensee
  11. Wolfgang Tillinger, MdBVV Charlottenburg-Wilmersdorf (SPD-Fraktion)
  12. Walter Vitt, Internationaler Kunstkritikerverband (AICA) deutsche Sektion, Herausgeber der „Schriften zur Kunstkritik“
  13. Bernhard Schulz

 

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Aufruf-Archiv

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