Gedenkkundgebung in Charlottenburg

Am 29. August 2017 nahmen 50 Menschen an der Gedenkkundgebung in Erinnerung an Günter Schwannecke teil. Sie versammelten sich auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz, der sich in Berlin-Charlottenburg in der Pestalozzistraße befindet. Anlass war der 25. Jahrestag der Ermordung Günter Schwanneckes an dieser Stelle.

Fünf Redebeiträge erinnerten an das Leben Günter Schwanneckes und die Umstände seines Todes. Für die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative steht fest: Das war ein rassistisch motivierter Mord. Günter Schwannecke soll endlich als Todesopfer rechter Gewalt anerkannt werden vom Berliner Senat. Der Täter hatte Bekannte, die später dem NSU nahe standen. Deswegen forderte die Gedenkinitiative einen NSU-Untersuchungsausschuss im Land Berlin. Außerdem erinnerte eine Gerne ein, dass Wohnungslose besonders häufig von Neonazis ermordet werden. Die Gedenkinitiative forderte daher das Ende der Berliner Wohnungsnot und besseren Schutz für Wohnungslose. Viele Teilnehmende hatten Blumen mitgebracht und legten sie am Gedenkstein nieder. Dahinter waren Banner aufgehangen worden, die alle Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 listeten.

Günter Schwannecke war ein Kunstmaler, der zeitweise wohnungslos war. Am 29. August 1992 mischte er sich ein, als zwei Neonazis ein paar Studenten rassistisch beleidigten. Diese Courage bezahlte er mit dem Leben: Sie schlugen ihm dem Schädel ein. Daran starb Günter Schwannecke am 5. September 1992

Die Gedenkinitiative erinnert an ihn. Es war die fünfte Gedenkkundgebung. Die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative veranstaltet seit 2012 ein öffentliches Gedenken.

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