30 Menschen gedachten Günter Schwanneckes am 29. August

Am 22. Jahrestag der Ermordung des Künstlers Günter Schwannecke durch neonazistische Schläger versammelten sich etwa 30 Menschen zum Gedenken auf dem nach ihm benannten Spielplatz an der Pestalozzistraße/Fritschestraße. An dem Gedenkstein, der zurzeit ohne das mutwillig beschädigte Hinweisschild ist, legten die Günter-Schwanecke-Initiative und Sympathisant*innen am 29. August 2014 um 18 Uhr Blumen nieder.

Im Vordergrund mittig: Günter-Schwannecke-Denkmal ohne Gedenktafel (in Reparatur), stattdessen ein Foto von Günter Schwannecke und ein Selbstporträt von Hagen Knuth darauf geklebt. Davor am unteren Bildrand mittig: Blumen, die am Denkmal niedergelegt wurden. Im Hintergrund ist der Zaun des Spielplatzes zu sehen, auf dem Kinder spielen, davor ist in der Bildmitte das Ortsschild "Günter-Schwannecke-Spielplatz" zu sehen. Oben rechts im Bild ist ein Aushang des Bezirksamts zu sehen, dass darauf hinweist, dass die Gedenktafel nach Beschädigung repariert wird.

Kundgebung 2014 am Günter-Schwannecke-Denkmal mit niedergelegten Blumen. Ein Foto von Günter Schwannecke und ein Bild von Hagen Knuth ersetzen die Gedenkplatte, die in Reparatur ist.

Die Gedenkinitiative erinnerte in einem Redebeitrag an das Leben des Berliner Kunstmalers, der Opfer rechter Gewalt wurde. Günter Schwannecke habe sich mit seinem Freund Hagen Knuth am Abend des 29. August 1992 aufrichtig und mutig gegen migrantenfeindliche Sprüche und Drohungen gewehrt. Das sei weder damals von der Justiz noch später von der Politik richtig bewertet worden. Nach wie vor sei zu fordern, dass die Bundesregierung und der Berliner Senat Günter Schwannecke dauerhaft als Todesopfer rechter Gewalt anerkennen. Die Günter-Schwannecke-Initiative werde weiter Spuren suchen sowie den Fall recherchieren, aufarbeiten und einordnen und öffentlich darüber informieren.

Dass das auf dem Stein angebrachte Gedenkschild zum wiederholten Mal beschädigt und zerstört wurde und deshalb abgenommen werden musste, wurde allgemein als üble, vermutlich politisch motivierte, Untat empfunden. Gleichzeitig wurde der Wille des Bezirksamts befürwortet, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen.

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