Beschädigt: Günter-Schwannecke-Denkmal erneut beschädigt

Die Gedenktafel für Günter Schwannecke wurde beschädigt. Am 20. August wurde gegen halb zwei nachts festgestellt, dass auf dem Denkmal am Günter-Schwannecke-Spielplatz an der Metallplatte starke Schäden zu sehen sind.

Das Foto mit schlechter Lichtqualität wurde nachts aufgenommen. Es zeigt die metallische Gedenktafel, die auf den Günter-Schwannecke-Gedenkstein verschraubt ist. Zu sehen sind mehrere Löcher, Schrammen und Dellen, die mit einem Werkzeug in das Denkmal gerammt wurden. Zu lesen ist noch Aufschrift "Auf diesem Platz wurde der Berliner Kunstmaler Günter Schwannecke am 29.08.1992 Opfer eines tö|||chen Angriffs d||c| |||nazis. Er starb, weil er Zivilcourage bewi|||n |aæ. |r steht in einer Reihe ungezählter Opfer von neonazistischem Terror. Wir werden sie niemals vergessen."

Beschädigungen an der Gedenkttafel im August 2014

Mit einem spitzen Gegenstand wurden mehrere Löcher, Beulen und Schrammen in die Gedenktafel hineingehauen. Insbesondere Wörter wie „Neonazis“ oder „Opfer“ oder „tödlichen“ wurden beschädigt. Der Vorfall wurde nun anderthalb Wochen vor dem 22. Jahrestag von Passant_innen bemerkt. Diese erstatteten Anzeige.

Das Bezirksamt hat am Mittwochmorgen, den 20. August 2014, angekündigt, die Gedenktafel zu ersetzen. In den nächsten Tagen soll vorübergehend ein Aushang angebracht werden.

Das Denkmal für Günter Schwannecke wurde bereits mehrmals beschädigt. Erstmals wurde 2012 das Ortsschild stark verbogen. Im November 2013 wurde dieses dann abmontiert und war verschwunden. Zunächst erklärte das Bezirksamt der Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative, es hätte das Schild nicht entfernen lassen. Dazu hat die Polizei nun das Gegenteil behauptet: „Das Grünflächenamt hat mitgeteilt, dass das Schild von Mitarbeitern des dortigen Fachbereichs demontiert und entsorgt wurde, weil das Kunststoffschild stark beschädigt war.“ Die Angaben des Bezirksamts sind widersprüchlich. Wer das Schild damals beschädigte, bleibt unklar. Die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative hat daher das Bezirksamt um Aufklärung der Sache gebeten, was der Stadtrat Marc Schulte auch zugesichert hat.

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