Gedenkstein und Günter-Schwannecke-Spielplatz eingeweiht

Die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative hat am 29. August 2013 auf dem Spielplatz Pestalozzistraße, Ecke Fritschestraße einen Gedenkstein für Günter Schwannecke eingeweiht. Der Spielplatz wurde in Günter-Schwannecke-Spielplatz benannt. Die Gedenkveranstaltung fand zwischen 17.30 Uhr und 18.30 Uhr statt.

Das Foto zeigt einen rötlichen, leicht nach links geneigten Findling, auf dem einen Gedenktafel für Günter Schwannecke angebracht ist. Dahinter ist ein grünes Schild zu sehen, auf dem mit weißer Schrift "Günter-Schwannecke-Spielplatz" steht. Vor dem Findling liegen Blumen.

Günter-Schwannecke-Gedenkstein auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz mit Gedenktafel

40 Menschen waren erschienen, unter ihnen Angehörige Schwanneckes, Anwohnerinnen, Antifas, Abgeordnete, Interessierte. Zunächst hielt Bezirksstadtrat Marc Schulte (SPD) ein Grußwort. Er dankte der Gedenkinitiative für ihr Engagement. Er erklärte, dass der Spielplatz nun offiziell den Namen „Günter-Schwannecke-Spielplatz“ trage. Das sei der einizige Spieplatz im Bezirk mit eigenem Namen. Anschließend berichtete eine Vertreterin der Intiative über Günter Schwanneckes Leben und seine Ermordung aus rassistischen Gründen. Sie zog einen Vergleich zur heutigen Stimmung in Berlin-Hellersdorf. Sie bekräftigte, dass die Gedenkinitiative Biografie Günter Schwanneckes sowie den Mord an ihm weiter aufarbeiten werde. Dann enthülten der Stadtrat und die Gedenkinitiative den Gedenkstein. Anschließend wurden Blumen niedergelegt. Eine Frau stellte daran ein Selbstportät Günter Schwanneckes, das ihn Mitte 30 zeigt.

Der Gedenkstein ist ein rötlicher Findling, der nach links geneigt ist, das passt gut zu Günter Schwannecke. Darauf ist eine Gedenktafel angebracht:

Gedenktafel mit Aufschrift: "Auf diesem Platz wurde der Berliner Kunstmaler Günter Schwannecke am 29.08.1992 Opfer eines tödlichen Angriffs durch Neonazis. Er starb, weil er Zivilcourage bewiesen hat. Er steht in einer Reihe ungezählter Opfer von Neonazistischem Terror, wir werden sie niemals vergessen."

Gedenktafel für Günter Schwannecke
„Auf diesem Platz wurde der Berliner Kunstmaler Günther [sic!] Schwannecke am 29.08.1992 Opfer eines tödlichen Angriffs durch Neonazis. Er starb, weil er Zivilcourage bewiesen hat. Er steht in einer Reihe ungezählter Opfer von Neonazistischem Terror, wir werden sie niemals vergessen.“

Da sich „Günter“ ohne „h“ schreibt, wird die Tafel dieser Tage nochmal ausgetauscht. Die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative hat zwei ihrer Ziele erreicht: Nach 21 Jahren erinnern nun ein Spielplatz und ein Gedenkstein an Günter Schwannecke.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.