Berliner Woche: Spielplatz nach Helden benannt

Spielplatz nach Helden benannt. Erinnerung an Berliner Kunstmaler Günter Schwannecke
erschienen in: Berliner Woche, 26. August 2013. Von Frank Wecker

Charlottenburg. Am Donnerstag, 29. August, wird um 17.30 Uhr der Spielplatz Pestalozzistraße/Fritschestraße nach Günter Schwannecke benannt.

Zugleich wird eine Gedenktafel enthüllt, die mit folgendem Text auf den Namensgeber hinweist: „Auf diesem Platz wurde der Berliner Kunstmaler Günter Schwannecke am 29.8.1992 Opfer eines tödlichen Angriffs durch Neonazis. Er starb, weil er Zivilcourage bewiesen hat. Er steht in einer Reihe ungezählter Opfer von neonazistischem Terror, wir werden sie niemals vergessen.“

Der Kunstmaler Günter Schwannecke wurde gemeinsam mit dem Künstler Hagen Knuth Augenzeuge einer rassistischen Beleidigung durch zwei Skinheads und Neonazis. Die beiden Künstler wollten die Opfer schützen und wurden daraufhin von einem Neonazi mit einem Baseballschläger angegriffen. Hagen Knuth überlebte, doch Günter Schwannecke starb am 5. September 1992 an den Folgen von Schädelbruch und Hirnblutungen. Günter Schwannecke ist eines von mindestens 183 Opfern rechter Gewalt in Deutschland seit 1990. Die Tafel und der Findling wurden zu einem Großteil durch Spenden finanziert.

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