Erinnerung an Günter Schwannecke

Heute vor 23 Jahren, am 29. August 1992, wurde Günter Schwannecke von einem Neonazi ermordet. Kein Vergeben! Kein Vergessen!

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Blumen für Günter Schwannecke

Auch am 23. Jahrestag des gewaltsamen Todes von Günter Schwannecke, der am 29. August 1992 von nazistischen Schlägern ermordet worden war, wollen wir uns an ihn erinnern. Gerade zu einer Zeit, in der rechte Gewalt und Rassismus in Deutschland stark zunehmen, sind solche Gesten bedeutsam.

In diesem Jahr werden wir kein zentral organisiertes Gedenken auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz an der Ecke Pestalozzistraße/Fritschestraße in Charlottenburg, wo er erschlagen wurde, veranstalten. Sondern wir rufen dazu auf, an dem Gedenkstein an der Ecke Pestalozzistraße/Fritschestraße in Charlottenburg, den wir vor zwei Jahren aufgestellt haben, Blumen niederzulegen.

Günter Schwannecke soll nicht vergessen werden.

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Neue Gedenktafel seit November

Das Bezirksamt hat Mitte November eine neue Gedenktafel an das Günter-Schwannecke-Denkmal angebracht. Die Tafel ist erneut aus Metall. Sie wurde fest verschraubt. Die Gedenktafel war im August und erneut im Oktober stark beschädigt worden. Der Gedenkstein und die Tafel erinnern an den Kunstmaler Günter Schwannecke, der 1992 am Ort des Denkmals, einem Spielplatz, von Neonazis ermordet wurde. Das Bezirksamt hat die Gedenktafel nun mehrfach erneuert. Das Bezirksamt plant, sie künftig mit einer Plexiglasscheibe zu schützen.

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Schon wieder beschädigt: Denkmal für Günter Schwannecke

Beschädigungen an der Gedenkttafel am 23. Oktober 2014

Beschädigungen an der Gedenkttafel im Oktober 2014

Die Gedenktafel für Günter Schwannecke in der Pestalozzistraße ist erneut beschädigt worden. Dies stellte eine Anwohnerin am Sonntag, den 19. Oktober am Nachmittag, gegen halb sechs fest.

Eine unbekannte Person hat mit einem spitzen Gegenstand mehrfach auf die Metalltafel mit großer Kraft eingeschlagen. Tiefe Kerben im Metall sind nun zu sehen. Bei der Polizei wurde Anzeige erstattet. Die antifaschistische Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative geht von einem politischen Motiv aus. Sie dankt herzlich bei der aufmerksamen Anwohnerin, die den Hinweis gab. Weiterlesen

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30 Menschen gedachten Günter Schwanneckes am 29. August

Am 22. Jahrestag der Ermordung des Künstlers Günter Schwannecke durch neonazistische Schläger versammelten sich etwa 30 Menschen zum Gedenken auf dem nach ihm benannten Spielplatz an der Pestalozzistraße/Fritschestraße. An dem Gedenkstein, der zurzeit ohne das mutwillig beschädigte Hinweisschild ist, legten die Günter-Schwanecke-Initiative und Sympathisant*innen am 29. August 2014 um 18 Uhr Blumen nieder. Weiterlesen

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Beschädigt: Günter-Schwannecke-Denkmal erneut beschädigt

Die Gedenktafel für Günter Schwannecke wurde beschädigt. Am 20. August wurde gegen halb zwei nachts festgestellt, dass auf dem Denkmal am Günter-Schwannecke-Spielplatz an der Metallplatte starke Schäden zu sehen sind.

Das Foto mit schlechter Lichtqualität wurde nachts aufgenommen. Es zeigt die metallische Gedenktafel, die auf den Günter-Schwannecke-Gedenkstein verschraubt ist. Zu sehen sind mehrere Löcher, Schrammen und Dellen, die mit einem Werkzeug in das Denkmal gerammt wurden. Zu lesen ist noch Aufschrift "Auf diesem Platz wurde der Berliner Kunstmaler Günter Schwannecke am 29.08.1992 Opfer eines tö|||chen Angriffs d||c| |||nazis. Er starb, weil er Zivilcourage bewi|||n |aæ. |r steht in einer Reihe ungezählter Opfer von neonazistischem Terror. Wir werden sie niemals vergessen."

Beschädigungen an der Gedenkttafel im August 2014

Mit einem spitzen Gegenstand wurden mehrere Löcher, Beulen und Schrammen in die Gedenktafel hineingehauen. Insbesondere Wörter wie „Neonazis“ oder „Opfer“ oder „tödlichen“ wurden beschädigt. Der Vorfall wurde nun anderthalb Wochen vor dem 22. Jahrestag von Passant_innen bemerkt. Diese erstatteten Anzeige. Weiterlesen

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Aufruf zur Günter-Schwannecke-Kundgebung am 29. August 2014

Niemand ist vergessen! Anerkennung für Günter Schwannecke!

Wir rufen auf: anlässlich des 22. Todestages an der Gedenk-Kundgebung für Günter Schwannecke, Berliner Kunstmaler und ein Opfer rechter Gewalt, teilzunehmen. Das Gedenken findet am 29. August 2014, ab 18.00 Uhr, auf dem Günter-Schwannecke- Spielplatz (Pestalozzistraße, Ecke Fritschestraße), in Berlin-Charlottenburg statt. Wir bitten darum Blumen mitzubringen.

Wir fordern, dass die Bundesregierung und der Berliner Senat Günter Schwannecke dauerhaft als Todesopfer rechter Gewalt anerkennen. Wir werden den Fall weiterhin recherchieren, aufarbeiten und politisch einordnen und öffentlich darüber informieren.

Günter Schwannecke war ein bekannter und für gesellschaftliche Veränderung engagierter Kunstmaler. Er saß mit dem Künstler Hagen Knuth am Abend des 29. Augusts an dem Spielplatz. Die Neonazis Norman Z. und Hendrik J. kamen hinzu, um Menschen mit Migrationsgeschichte rassistisch zu beleidigen und zu vertreiben. Günter Schwannecke und Hagen Knuth bewiesen Zivilcourage und mischten sich ein. Z. schlug mit einem Baseballschläger auf beide ein. Knuth überlebte, doch Günter Schwannecke starb am 5. September 1992 an den schweren Verletzungen. Er musste sterben, weil er Zivilcourage gezeigt hatte. Umso erschreckender ist, dass Günter Schwannecke ein weitgehend unbeachtetes Opfer rechter Gewalt geblieben ist.
Die menschenverachtende, rassistische Gesinnung des Täters Z. ist die Ursache der Tat. Er wurde 1993 zu nur 6 Jahren Haft wegen „Körperverletzung mit Todesfolge“ verurteilt. In seinem neonazistischen Umfeld waren Hass und Gewalt gegen Ausgegrenzte und Andersdenkende fest verankert. Z. war im Ku-Klux-Klan aktiv. Freunde von ihm waren Neonazikader und wurden als Gewalttäter und im Zusammenhang mit dem NSU bekannt.

Günter Schwannecke ist eines der mindestens 184 Opfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990. Nur fünf Tage vor dem Überfall auf ihn hatte in Rostock-Lichtenhagen ein mehrtägiges Pogrom gegen Flüchtlinge und Vertragsarbeiter_innen stattgefunden. In Deutschland herrschte eine nationalistische, rassistische Stimmung. Nur in diesem Zusammenhang kann die Tat verstanden werden.

Wir kämpfen entschieden gegen Sozialchauvinismus, Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus und Neonazismus!

In Erinnerung an Günter Schwannecke! Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Zeit: Donnerstag, 29. August 2014, Beginn um 18:00 Uhr
Ort: Pestalozzistaße, Ecke Fritschestraße in Chalottenburg (Günter-Schwannecke-Spielplatz)
Anreise: S Charlottenburg (S5, S7, S75, BUS 309), BUS Kaiser-Friedrich-Straße/Kantstraße (BUS 109, M49, X34), U Wilmersdofer Straße (U7)

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Unsere bisherigen Erfolge

Die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative hat bereits viele ihrer Ziele erreicht. In ihrem ersten Aufruf 2012 hatte die antifaschistische Initiative angekündigt:

Wir werden…

  • eine Kundgebung veranstalten (2x erledigt, 3. amgekündigt)
  • eine Informationstafel anbringen (erledigt)
  • den Platz nach Günter Schwannecke benennen (erledigt)
  • zu Günter Schwannecke und den genauen Umständen seines Todes recherchieren, den Fall aufarbeiten und politisch einordnen (fortgeschritten, weitere Informationen)
  • öffentlich informieren (immer wieder geschehen, weitere Informationen)
  • für die dauerhafte staatliche Anerkennung Günter Schwanneckes als Todesopfer rechter Gewalt kämpfen (offen)

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Katalogtitel und Fotografie Schwanneckes von 1960

Diese Malerei Schwanneckes aus dem Jahr 1960 zeigt ein Titelbild eines Katalogflyers. Darauf ist der Händeabdruck Schwanneckes zu sehen, wie er einen zerbrochenen abstrakten Gegenstand hält Abdruck von Schwanneckes linker Hand zwei Mal zu sehen, wie sie einen zerbrochenen abstrakten Gegenstand halten (geändert nach Hinweis von Walter Vitt).

Der Titel des Bildes ist nicht bekannt. Günter Schwannecke stellte vom 15. Juni bis 15. Juli 1960 in Braunschweig in der Galerie „salve hospes” aus. Der Flyer gehörte zur Ausstellung.

"Der Titel zu seinem Katalog-Flyer zur Braunschweiger Ausstellung von 1960. Mir ist nicht bekannt, wie er die Arbeit mit dem Abdruck seiner Hände, die einen zerbrochenen abstrakten Flecken-Kern begleiten, umgreifen(?), bezeichnet hat. Für mich habe ich sie immer 'Künstlers Hände' genannt. Sie dürfte für diese Publikation gemacht sein, also von 1960 sein." (Text: Walter Vitt)

Günter Schwannecke, Titel unbekannt, Titel eines Katalogflyers der Ausstellung in der Galerie „salve hospes” in Braunschweig vom 25.06. bis 15.07.1960, Schwarzweiß-Malerei mit eigenem Handabdruck

Auf dem Schwarzweiß-Foto ist Günter Schwannecke im Jahr 1960 oder früher im Seitenprofil zu sehen. Er guckt zum rechten Bildrand. Im Hintergrund ist ein Bildmuster zu sehen. Das Foto entstammt einem Katalogflyer.

Günter Schwannecke, 1960 oder früher, aus einem Ausstellungsflyer
Fotografin: Sabine Schulze, aus dem © Archiv Walter Vitt in Köln

In dem Flyer ist auch eine Porträtfotografie Günter Schwaneckes (siehe links) zu sehen. Er ist im Seitenprofil zu sehen, im Hintergrund ein Muster. Sie wurde vermutlich für die Ausstellung in Auftrag gegeben. Also stammt sie von 1960 oder früher. Die Fotografin war Sabine Schulze.

Walter Vitt hat den Katalogtitel und die Fotografie aus seinem Archiv freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

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Wie sah Hagen Knuth aus?

Wir zeigen ein Selbstporträt von Hagen Knuth, das Jahr ist unbekannt:

Die Zeichnung von Hagen Knuth mit dem Titel "Major" zeigt Hagen Knuth im Selbsporträt. Er hat einen ernsten Blick und schaut in Richtung der Betrachterin*des Betrachters. Er hat kinnlanges Haar und trägt einen Seitenscheitel halblinks. Er hat deutliche Augenringe. Vor seinen Mund hält er sich eine Schuhbürste. Unter einer Jacke trägt er ein kariertes Hemd mit gesteiftem und umgeklappten Kragen.

Hagen Knuth, „Major“, Selbstporträt, 48 cm × 62,5 cm, ohne Jahr. © Archiv Paul E.

Herzliche Dank an Paul, der die Zeichnung aus seinem Privatarchiv zur Verfügung gestellt hat.

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